Legionellen sind Bakterien, die im Wasser leben. Sie vermehren sich mit Hilfe von Wirtzellen.
Legionellen passen sich ihrer Umgebung an und entwickeln gegen chemische Einwirkungen und auch thermische Desinfektionsmaßnahmen ungeahnte Überlebensfähigkeiten und somit neue Herausforderungen für die Anlagenbetreiber.
Mediziner geben zwar an, dass nur das Einatmen von Wasseraerosolen gefährlich ist und so die Wassertropfen in die Lungen transportiert werden, in welchen sie die Erkrankungen hervorrufen.
Doch alle Krankheiten gehen unserer persönlichen Erfahrungen von Infektionen im Hals- und Rachenbereich aus und wandern dann über die Bronchien Richtung Lunge. Es sind zwei Krankheitsbilder bekannt, die durch das Bakterium Legionella pneumophila ausgelöst werden. Die mildere Form ist das Pontiac-Fieber und die Legionärskrankheit stellt die gefährlichere der beiden Erkrankungen dar. Jede der Krankheiten besitzt die Symptome einer grippeähnlichen Erkrankung, wobei bei der schwereren Form eine Lungenentzündung hinzukommt. Während beim Pontiac-Fieber keine Todesfälle bekannt sind, herrscht bei der Legionärs-krankheit eine Sterberate zwischen 15 und 70%. Sie ist abhängig vom Zustand des Immunsystems der Erkrankten. Besonders gefährdet sind ältere Personen, Kleinkinder, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie starke Raucher oder Trinker.
Vielen Betreibern von Warmwassersystemen (Krankenhäuser, Altenheimen, Schulen, Hotels usw.) ist nicht bewusst, welche Verantwortung und hohes Haftungsrisiko sie gegenüber ihren Patienten, Bewohnern, Gästen und auch gegenüber dem eigenen Personal haben.